Moin Herr Pastor...

Als evangelischer Pastor arbeite ich in vielfältiger Weise für und mit Menschen.

Dieser direkte Kontakt und die Möglichkeiten, Kirche ganz konkret zu gestalten, haben mich Pastor werden lassen. Das war mein Berufswunsch seit meiner Konfirmation, auch wenn ich damals noch keine Ahnung hatte, was mich erwarten würde.

Berufung ist ein großes Wort. Für mich ist das nichts, was abgeschlossen ist. Es ereignet sich. Ich denke, dass Berufung nichts exklusives für Geistliche und Kirche ist. Es gut ist, wenn jede*r seine Berufung gefunden hat - sei es nun als Verkäufer, als Polizistin, als Kanzlerin oder eben als Pastor. 

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Meine Stationen waren bisher:

1999-2005  Studium der Ev. Theologie in Neuendettelsau, Jena, Bonn und Tübingen

2005           1. Theologisches Examen

2006-2008  Vikariat in Obersontheim, Dekanat Gaildorf

2008           2. Theologisches Examen

2008-2011   Pfarrer zur Dienstaushilfe beim Dekan und in der Ev. Kirchengemeinde Iselshausen, Dekanat Nagold

2011-2015    Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Nieder-Moos, Dekanat Vogelsberg

ab 2015       Pastor in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Sülfeld, Kirchenkreis Plön-Segeberg

                   Mitglied der Kirchenkreissynode und der Landessynode

Meine pastoralen Aufgaben erstrecken sich auf verschiedene Dimensionen. Sie haben mit den Menschen zu tun, an deren Seite ich bin und sie haben mit dem zu tun, was über sie hinausgeht. Nicht immer kann man das mit Worten beschreiben. Und nicht immer spüren. Und manchmal dann doch. Ich glaube, dass es das gibt. Das Verbindende in uns, zwischen uns Menschen, zwischen Mensch und Natur. So wie eine Welle, auf der wir alle schwimmen, wie ein Teppich, bei dem vorne das Muster und hinten die verbundenen Fäden sichtbar werden. Mein Name dafür ist Gott - mehr als ein alter Mann im Himmel.

 

Liturgisch sind es die Vorbereitung und Feier der Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen und von Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Dabei wird die biblische Botschaft gestaltet - durch Worte, Musik, Schweigen, Rituale. Ich biete den Menschen meine Blickrichtung an, schaue mit ihnen Gott und Welt an, mache Lust auf Fragen und provoziere einen eigenen Standpunkt.

Gemeinsam mit den am Gottesdienst Beteiligten versuche ich, die Gottesdienste so zu gestalten, dass ich Gott nicht im Wege stehe, sondern der Blick frei bleibt und das Herz spürbar wird. Und vor allem, dass es Freude schenkt und lebendig ist.

Pädagogisch gefragt bin ich bei den Konfirmand*innen, in der Kita und in der Gemeindearbeit wie zum Beispiel bei Bibelabenden, beim Seniorenkreis oder bei anderen Erwachsenbildungsveranstaltungen. Christlicher Glaube lebt auch aus seiner Geschichte, die uns heute hilft, eigene Sprach- und Ausdrucksformen zu finden. Glaube kann nicht gelernt werden, doch Glaubenszeug*innen und -inhalte ermutigen, uns selbst auf den Weg zu machen. Ich denke da oft an meine Großmutter, von der ich so viel fürs Leben und den Glauben gelernt habe.

 

Seelsorge als heilendes Miteinander im guten Geist Gottes ereignet sich ganz unscheinbar im täglichen Miteinander und in der Begegnung auf der Straße. In persönlichen Krisen- und Umbruchzeiten, in denen Menschen ihr Leben und ihren Weg neu finden müssen, bin ich als Pastor im besonderen vertrauensvoller Ansprechpartner - zu jeder Zeit und an jedem Ort. Das gesetzlich abgesicherte Beichtgeheimnis garantiert dabei den notwendigen Schutzraum. Als Pastor bin ich genauso ein Mensch, der suchend ist und der auf Abwege gerät. Deshalb kann ich kein Moralapostel und kein Besserwissern sein, sondern eher ein Wegbegleiter auf Zeit, der im Blick auf Gott und im Vertrauen auf sein Wirken zuhört, rät und hilft.

 

Nicht zu vergessen ist die Verwaltung. Als Pastor bin ich Teil der kirchlichen Organisation und trage als Gemeindeleiter mit anderen Verantwortlichen wie der Kirchenverwaltung und dem Kirchengemeinderat Sorge für das anvertraute Geld, die Mitarbeitenden und die Gebäude. Damit dies gut geschieht, ist eine gute Verwaltungsarbeit notwendig, gleichwohl sie oft viel Zeit in Anspruch nimmt und deren Nutzen nicht von jedermann gleich eingesehen wird.

Die Kirche hat mich neben anderen zu dem gemacht, der ich bin. Dafür bin ich dankbar.

Und gleichzeitig haben mir Personen kirchlicher Institutionen manchmal ganz schön Steine in den Weg gelegt.

Gerade mit Blick auf mein Outing 2011 und den dann erfolgten Wechsel in die EKHN wurde mir viel zugemutet. Dass ich als schwuler Mann genauso Würde habe, Gottesebenbild bin und Pastor sein darf, war damals selten zu spüren. Diese Zeit hat mich stark gemacht und lässt mich engagiert für eine bunte, menschliche und offene Kirche eintreten - gegen Missbrauch, Diskriminierung und Klerikalisierung.

 

Soviel in Kürze zu mir.

Nun zu Ihnen.

Kann ich Ihnen bei etwas helfen?

Sie wollen in die Kirche eintreten oder Ihrem Ärger über Kirche Luft verschaffen? 

Sie haben eine Anregung, Frage zum Bereich Gottesdienst, Taufe, Hochzeit und Beerdigung?

Sie brauchen einen Gesprächspartner?

 

Wenden Sie sich dann gerne an mich.

In der Rubrik "Post" können Sie mir eine Nachricht mit Ihrem Anliegen zukommen lassen.

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